Vor einiger Zeit habe ich angefangen mir einen autonomen Engineering-Agenten aufzubauen (in der Hoffnung dass er sich nicht gegen mich wendet…) — jetzt ist es soweit: seine Schöpfung ist konstruiert, gerechnet, simuliert, die Firmware ist geschrieben: Die Kreatur scharrt mit den “Hufen” und will gebaut werden!
Der Entwurf in Zahlen
Das Video oben zeigt, wie ungeduldig der Roboter inzwischen ist. Zeit für ein paar Eckdaten: Was ist zwischen „Hey Computer, kannst du einen kleinen DIY-Roboter entwickeln?” und dem Bauwunsch eigentlich passiert?
Hinter den Kacheln steckt, was zu jedem Engineering-Projekt gehört: Anforderungen, Architektur, Stückliste, Firmware, Testfälle und eine Simulation, die den Roboter durchs Wohnzimmer fahren lässt. Die Teile hat der Agent auf 74,70 € Gesamtkosten inklusive Versand kalkuliert.
Roboter fahren - mit echter Firmware
Den Roboter gibt es auch online zum selber ausprobieren: Die Browser-Demo läuft mit der echten Firmware und echter Physik. Zugegeben, mit Teddy und Ball ein wenig verspielt — andererseits auch mit echtem Nutzen. Ohne diese Simulation wäre ich ein paar nicht ganz so sinnvollen Abkürzungen und Vereinfachungen meines Agenten nicht auf die Schliche gekommen.
Kein Spielzeug - Potentiale im Engineering
Der Roboter ist ein Spielzeug, mein “Operating Model” dahinter nicht: Anforderungen, Architektur, CAD, Firmware, Simulation, alles miteinander verknüpft. Besonders bei kundenindividuellen Auftragsprojekten und Sonderkonstruktionen, wo immer wieder Variationen derselben Technologie entstehen, ist enormes Potenzial für vergleichbare Usecases. Ein Einblick, wie ich den Agenten dafür aufgesetzt habe, gibt’s im Beitrag zum Operating Model. Die Richtung gibt dabei weiterhin der Mensch vor.
PLM und ALM sind mein Tagesgeschäft bei BHC / PROSTEP, der Digital Thread ist mein Thema. Ein Agent, der diese Kette allein durchläuft, zeigt ziemlich direkt, wohin sich das Feld bewegt. Wer das für den eigenen Engineering-Prozess durchdenken will: Sprecht mich gern an.
Jetzt wird gebaut
Der Einkaufszettel ist geschrieben, jetzt bin ich dran: besorgen, löten, schrauben. Ob der Roboter in echt macht, was er in der Simulation verspricht, wird sich zeigen.
Fortsetzung folgt: Es wird gebaut!






