Zum Hauptinhalt springen

Der AI-entwickelte Bot will endlich gebaut werden!

Mein KI-Engineering Agent hat einen DIY-Roboter entworfen: Anforderungen, CAD, Firmware, Simulation. Jetzt geht's ans Bauen.

Julian Weyer
Julian Weyer 11. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
KI ·KI ·Engineering ·3 Min. Lesezeit

Vor einiger Zeit habe ich angefangen mir einen autonomen Engineering-Agenten aufzubauen (in der Hoffnung dass er sich nicht gegen mich wendet…) — jetzt ist es soweit: seine Schöpfung ist konstruiert, gerechnet, simuliert, die Firmware ist geschrieben: Die Kreatur scharrt mit den “Hufen” und will gebaut werden!

Der Entwurf in Zahlen

Das Video oben zeigt, wie ungeduldig der Roboter inzwischen ist. Zeit für ein paar Eckdaten: Was ist zwischen „Hey Computer, kannst du einen kleinen DIY-Roboter entwickeln?” und dem Bauwunsch eigentlich passiert?

Der AI-entwickelte DIY-Bot in Zahlen 60 Commits, 12 Chat-Sessions, 6 Handoffs, 44 Anforderungen, 22 Testfälle, 5 Change Requests, 17 Architekturentscheidungen, rund 8.500 Codezeilen, 6 Simulationsstudien mit 80 Einzelläufen ein kalkulierter Preis von 74,70 Euro. AI-ENTWICKELTER DIY-BOT in Zahlen 60 Commits an 6 Arbeitstagen 12 Chat-Sessions mit dem KI-Agenten 6 Handoffs Rückfragen an den Menschen 44 Anforderungen 22 Stakeholder, 22 System 22 Testfälle dazu 28 Firmware-Unit-Tests 5 Change Requests Änderungen an Prozess und Entwurf 17 ADRs Architektur-Entscheidungen 8.500 Codezeilen rund; Python, C, JavaScript, SysML 6 Simulationsstudien MuJoCo mit der echten Firmware 80 Einzelläufe im letzten Stand, ca. 14 min Rechenzeit 74,70 € Kalkulierter Preis 28 Positionen, inkl. Versand

Hinter den Kacheln steckt, was zu jedem Engineering-Projekt gehört: Anforderungen, Architektur, Stückliste, Firmware, Testfälle und eine Simulation, die den Roboter durchs Wohnzimmer fahren lässt. Die Teile hat der Agent auf 74,70 € Gesamtkosten inklusive Versand kalkuliert.

Roboter fahren - mit echter Firmware

Den Roboter gibt es auch online zum selber ausprobieren: Die Browser-Demo läuft mit der echten Firmware und echter Physik. Zugegeben, mit Teddy und Ball ein wenig verspielt — andererseits auch mit echtem Nutzen. Ohne diese Simulation wäre ich ein paar nicht ganz so sinnvollen Abkürzungen und Vereinfachungen meines Agenten nicht auf die Schliche gekommen.

Kein Spielzeug - Potentiale im Engineering

Der Roboter ist ein Spielzeug, mein “Operating Model” dahinter nicht: Anforderungen, Architektur, CAD, Firmware, Simulation, alles miteinander verknüpft. Besonders bei kundenindividuellen Auftragsprojekten und Sonderkonstruktionen, wo immer wieder Variationen derselben Technologie entstehen, ist enormes Potenzial für vergleichbare Usecases. Ein Einblick, wie ich den Agenten dafür aufgesetzt habe, gibt’s im Beitrag zum Operating Model. Die Richtung gibt dabei weiterhin der Mensch vor.

PLM und ALM sind mein Tagesgeschäft bei BHC / PROSTEP, der Digital Thread ist mein Thema. Ein Agent, der diese Kette allein durchläuft, zeigt ziemlich direkt, wohin sich das Feld bewegt. Wer das für den eigenen Engineering-Prozess durchdenken will: Sprecht mich gern an.

Jetzt wird gebaut

Der Einkaufszettel ist geschrieben, jetzt bin ich dran: besorgen, löten, schrauben. Ob der Roboter in echt macht, was er in der Simulation verspricht, wird sich zeigen.

Fortsetzung folgt: Es wird gebaut!